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Preise und Miettage

Ein Miettag ist ein Kalendertag. Heute holen und morgen zurückbringen kostet einen Tag, egal zu welcher Uhrzeit. Dieser Artikel erklärt die Tageszählung, den Tagespreis mit Steuer, die Inklusiv-Kilometer, die Mehr-Kilometer und die Sonderpreise für Stammkunden.

Auf dieser Seite

Ein Miettag ist ein Kalendertag

Die Tageszahl ist die Differenz der Kalendertage. Die Uhrzeit spielt dabei keine Rolle.

  • Abholung Montag 15:00, Rückgabe Dienstag 17:00: ein Miettag.
  • Abholung Montag 08:00, Rückgabe Mittwoch 09:00: zwei Miettage.
  • Abholung und Rückgabe am selben Tag: ein Miettag. Weniger als einen Tag gibt es nicht.

Die Uhrzeiten bleiben trotzdem wichtig. Sie steuern Verfügbarkeit, Übergabe und Planung. Nur den Preis bestimmen sie nicht.

Warum das so gebaut istEin Betrieb, der nach angefangenen 24-Stunden-Blöcken abrechnet, verkauft bei einer Abholung um 15:00 und einer Rückgabe am Folgetag um 17:00 zwei Tage. Das versteht kein Kunde am Tresen, und genau darüber gab es Beschwerden. Website, Panel, Mietvertrag und Rechnung rechnen deshalb alle über dieselbe Regel.
Schon gebuchtes bleibt, wie es gebucht wurdeBeim Buchen friert das System Tageszahl und Preis ein. Änderst du später den Fahrzeugpreis, rechnet die Rücknahme dieser Buchung weiter mit dem alten Wert. Der Kunde zahlt, was er gesehen und unterschrieben hat.

Tagespreis und Steuer

Im Fahrzeug-Editor unter Preis und Verfügbarkeit:

  • Preis netto € / Tag. Trag den Nettobetrag ein, nicht den Endpreis.
  • MwSt. 19 %, 7 % oder 0 %.

Unter den Feldern rechnet das Panel live mit, was beide Kundengruppen sehen: der Privatkunde den Bruttopreis inklusive Steuer, der Geschäftskunde den Nettopreis. Der Bruttobetrag wird nie gespeichert, er wird immer gerechnet.

Beispiel: 60,00 € netto bei 19 % ergibt 71,40 € für den Privatkunden.

Trag den Nettopreis ein, auch wenn du in Brutto denkstViele Betriebe kalkulieren in Endpreisen. Rechne einmal zurück und trag das Ergebnis ein: Endpreis geteilt durch 1,19. Die Vorschau darunter zeigt dir sofort, ob du richtig liegst.

Inklusiv-Kilometer

Kilometer inklusive je Miettag legt fest, wie viele Kilometer im Tagespreis stecken. Voreingestellt sind 150.

Das Kontingent wächst mit der Mietdauer. Bei 150 Inklusiv-Kilometern und drei Miettagen sind 450 Kilometer frei.

Der Kunde sieht das Kontingent auf der Website und im Mietvertrag, dort als Freikilometer. Auf den Protokollen steht das Kontingent selbst nicht. Das Übergabeprotokoll führt den Kilometerstand, das Rückgabeprotokoll zusätzlich die gefahrenen Kilometer und die Mehrkilometer.

Mehr-Kilometer

Fährt der Kunde über das Kontingent hinaus, rechnet die Rücknahme die Mehr-Kilometer mit einem festen Satz je Kilometer ab. Der Satz gilt unabhängig von der Menge.

Diesen Satz richten wir gemeinsam mit deinen Mietbedingungen ein, damit er zu dem passt, was der Kunde unterschreibt. Willst du ihn ändern, sag uns Bescheid.

Der Mitarbeiter trägt bei der Rückgabe nur den Kilometerstand ein. Die Mehr-Kilometer rechnet das System selbst aus. Niemand muss am Tresen rechnen.

Sonderpreise für Stammkunden

Ein Handwerksbetrieb, der jede Woche mietet, bekommt oft einen anderen Preis als Laufkundschaft. Dafür gibt es Sonderpreise.

Du legst sie in der Kundenakte an. Ein Sonderpreis kann gelten:

  • für alle Fahrzeuge dieses Kunden oder nur für ein bestimmtes Fahrzeug,
  • mit abweichendem Tagespreis, abweichendem Kilometerpreis oder beidem,
  • ab einem Datum deiner Wahl.

Ein Sonderpreis sticht immer den Flottenpreis.

Die Preishistorie

Preise werden nie überschrieben, sondern immer neu angelegt. Jede Regel behält ihren Zustand:

  • Aktuell. Gilt heute.
  • Geplant. Beginnt an einem Datum in der Zukunft.
  • Ersetzt. Galt früher, wurde von einer neueren Regel abgelöst.

Damit bleibt jederzeit beantwortbar, welcher Preis an einem bestimmten Tag vereinbart war. Das ist auch der Grund, warum es kein Löschen gibt: eine gelöschte Vereinbarung könnte eine alte Rechnung unerklärbar machen.

Zurück auf den NormalpreisEndet eine Sondervereinbarung, legst du keine Regel an und löschst auch keine. Du setzt den Kunden über die Aktion Auf Flottenpreis zurücksetzen wieder auf den Standard. Auch das ist ein Eintrag in der Historie und damit nachvollziehbar.

Extras

Extras wie eine zweite Fahrerin, eine Sackkarre oder Spanngurte buchst du zur Buchung dazu. Sie erscheinen auf Buchung, Vertrag und Rechnung.

Gebühren aus den Mietbedingungen

Für Reinigung, Rauchen im Fahrzeug, Schlüsselverlust, die Bearbeitung eines Bußgelds und die Selbstbeteiligung im Schadensfall gelten die Beträge aus deinen Mietbedingungen. Sie sind keine Preisfelder in der Flotte, sondern gehören zum Vertrag.

Dein Mitarbeiter hakt sie bei der Rückgabe in der App ab, und sie landen auf der Nachberechnung. Mehr dazu unter Die Mitarbeiter-App.

Die Selbstbeteiligung ist eine ObergrenzeDie Mietbedingungen nennen den Betrag als Höchstwert pro Schaden. Mehr darfst du nie berechnen, weniger sehr wohl. Bei Kulanz, Bagatellschäden oder einer Teilregulierung durch die Versicherung trägst du in der App einen kleineren Betrag ein.

Wenn etwas klemmt

  • Die Website zeigt einen anderen Preis als das Panel. Prüf, ob für diesen Kunden ein Sonderpreis gilt. Ein Sonderpreis sticht den Flottenpreis.
  • Der Kunde beschwert sich über zwei Tage bei einer Übernachtung. Das kann nur eine Buchung aus der Zeit vor der Kalendertag-Regel sein. Schau in der Buchung nach der gespeicherten Tageszahl.
  • Die Mehr-Kilometer erscheinen nicht auf der Nachberechnung. Dann liegt der Endstand noch im Kontingent, oder im Rückgabeprotokoll fehlt der Kilometerstand.
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